Eine Welt aus Stein. Für Deutsch. Angst.

Eine Welt aus Stein

Das Feuer flackerte. Noch war es nicht erloschen - doch allmählich leckten die letzen Flämmchen über das verkohlte Holz, versuchten verzweifelt etwas zu finden, das ihnen Nahrung gab, von dem sie zehren konnten, um noch ein paar Minuten länger ihr wärme spendendes Licht verströmen zu können. Das Feuer hatte den Kampf längst verloren- der letzte verkohlte Scheit Holz fiel gerade in sich zusammen- genau auf das letzte widerspenstige Flämmchen, das jetzt schon seit Minuten nach frischer Nahrung rang, und mit einem leisen Knacken ging auch dieser letzte Nachkomme eines ehemals gewaltigen und großen Feuers aus.
Die Nacht verschluckte nun jedes Detail und jede Farbe, einzig und allein der Mond erhellte das kleine Grüppchen Menschen, das auf dem Rande einer kleinen Lichtung mitten im hottentottschen' Urwald kauerte und wie gebannt auf eine alte, runzelige Frau starrte. Diese stand hoch erhoben in der Mitte des Halbkreises, den die anderen gebildet hatten.
Keiner hatte das Ausgehen des Feuers bemerkt, keiner nahm noch den feuchten, warmen, schweren Duft wahr, der von überall aus dem Wald zu strömen schien. Niemand bemerkte die Grillen, die leise zirpten oder den Affen, der hoch über ihren Köpfen munter von Baum zu Baum sprang. Die ganze Aufmerksamkeit galt heute mir, Tica, der Stammesältesten.
Ich war heute von einer langen, beschwerlichen Reise zurückgekommen, und hatte mich dazu drängen lassen, noch am selben Abend alles zu erzählen (was ich allmählich bereute, denn die Müdigkeit ließ jedes einzelne meiner Körperteile schwer und träge werden). Anfangs war es schwer, meine Gedanken zu ordnen, sie in eine Reihenfolge zu bringen, mich zurückzuerinnern. Doch je länger ich sprach, desto leichter fiel es mir, desto schneller nahmen die Bilder und Schemen in meinem Kopf klare Gestalt an. Scheinbar von allein formten sie sich zu Wörtern und Sätzen, strömten in die Köpfe meiner Zuhörer und hinterließen dort ein Bild, dass auf jeden von ihnen, so las ich es in ihren Gesichtern, eine sehr große Faszination ausübte. Gebannt starrten sie mich an, begierig mehr zu hören, die fremde, große Welt dort draußen kennen zu lernen und zu erkunden- nur durch Worte, nichts als meine Worte, die schon seit mehreren Stunden so zahlreich aus mir herausströmten. Nach einer kurzen Pause fuhr ich fort.
"Dann lag lange Zeit nichts vor mir als Gras- grünes, saftiges, frisches, junges Gras. Und wie es roch! Ich hatte eine lange Zeit ja nicht viel anderes als meinen eigenen Schweiß gerochen, und den war ich inzwischen mehr als leid. Alles duftete nach feuchter Erde, so frisch und rein, dass ich die Torturen der vergangenen, vielleicht fünfzig Sonnenuntergänge, schon längst vergessen hatte. Ich sperrte Augen, Ohren und Nase so weit auf, wie ich konnte und sog das alles begierig in mich hinein, während ich dieses kleine Paradies durchwanderte.
Doch irgendetwas stimmte nicht. Irgendetwas war falsch.
Zwei Sonnenuntergänge später kam mir, was ich vorher nur ganz am Rande meines Bewusstseins wahrgenommen hatte: seltsame Geräusche. Unheimlich leise- zuerst dachte ich, meine Ohren spielen mir einen Streich, doch allmählich war ich mir dessen nicht mehr sicher. Es klang wie das Rauschen von einem starken Fluss- doch das Merkwürdige war, dass es schnell näher kam und sich genau so schnell wieder von mir entfernte. Und es kam immer aus derselben Richtung. Ich wusste mir einfach keinen Reim darauf zu machen. Was für ein merkwürdiges Wesen konnte nur solche Geräusche machen? Vor allem gingen sie mehr oder weniger kontinuierlich und in regelmäßigen Abständen. Ich beschloss also, der Sache auf den Grund zu gehen. Zielstrebig änderte ich meine Richtung und hielt geradewegs auf die Lärmquelle zu- und siehe da- je näher ich glaubte, an diesem seltsamen Geräusch dran zu sein, desto lauter ertönte es tatsächlich. Es roch jetzt auch nicht mehr nach frischem, grünen Gras. Die Halme, die hier wuchsen, sahen nicht mehr ganz so frisch und sauber aus, ein merkwürdiger, matter Film legte sich auf scheinbar alles. Ein Sonnenuntergang später, und der Lärm wurde wirklich unerträglich laut. Das Gras war einem kleinen aber dichten, gräulichem Wäldchen gewichen. Ich kannte mich wirklich überhaupt nicht mehr aus. Was hatte das zu bedeuten? Die Geräusche hörten sich auch nicht mehr wie Flussrauschen an. Es klang wie nichts, was ich je zuvor gehört hatte. Beängstigend.
Dann stieß ich endlich auf etwas. Es war nicht wirklich angsteinflößend, doch fremd. Ein flacher, sich scheinbar bis ins Unendliche ziehender Stein. Er sah glatt geschliffen aus, doch mehr konnte ich in der Dämmerung, die allmählich hereinbrach, nicht erkennen, nur noch dass er vielleicht ebenso breit wie ein schmaler Fluss war. Zaghaft stieg ich auf diesen seltsamen Stein. Er fühlte sich hart und warm an, die Sonne des vergangenen Tages hatte ihn wohl ordentlich aufgeheizt. Ich war so damit beschäftigt, auf dem fremdartigen Stein herumzulaufen, dass ich gar nicht bemerkte, dass sich mir etwas von hinten näherte. Erst, als plötzlich meine Füße in ein fremdartiges Licht getaucht wurden und sich ein Schatten vor mir abzeichnete, stutzte ich. Ein Schatten? In der Dämmerung?
Panisch fuhr ich herum, und was ich sah übertraf alles, was ich in meinem bisherigen Leben gesehen hatte um ein Weites."
Ich sah mich um. Alle starrten mich an. Jedes einzelne Augenpaar war wie starr auf mich gerichtet, sie hangen an meinen Lippen. Meine Worte hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Mit gesenkter Stimme fuhr ich fort.
"Es waren Sonnen. Zwei Sonnen, die so hell und energisch durch das Halbdunkel der Dämmerung brachen, wie es kein Feuer, nicht einmal das Größte oder Hellste, dass ihr je gesehen habt oder je sehen werdet, vermag. Sie kamen auf mich zugerast, und da schloss ich die Augen- es hatte keinen Sinn. Ich stand mitten auf diesem flachen Stein. Der Lärm, den ich vor zwei Sonnenuntergängen nur noch als leichtes Flussrauschen wahrgenommen hatte, wurde unerträglich laut, tausendmal lauter als Metall, dass auf Metall knirscht. Das war also das Ende meiner Reise? Ich glaubte nicht daran. Es konnte einfach nicht so enden. Wieso war ich auch diesen verdammten Geräuschen nachgegangen? Tausende Sachen gingen mir durch den Kopf, und ich blieb stehen, wehrte mich nicht gegen diese zwei Lichtpunkte, glaubte einfach nicht an mein Überleben.
Dann ein dumpfer Schlag.
Wie ihr sehen könnt, stehe ich jetzt vor euch. Ich hatte Glück - nein, kein Glück, ich hatte wohl so etwas wie ein zweites Leben. Denn nach dem Schlag wurde einfach alles schwarz. Dumpfe Schwärze umgab mich- bewusstloses Dahindämmern. Mein Zeitgefühl verabschiedet sich hier wieder einmal.
Ich weiß nicht mehr, was ich als erstes wahrnahm, als ich aufwachte. Es war ziemlich viel auf einmal - zuerst einmal roch ich etwas Schreckliches, Scharfes, Beißendes. Es war fremd und unerträglich.
Ich fühlte mich zerschlagen. Jedes einzelne Körperteil war schwer und steif, ich war mir nicht einmal sicher, ob ich je wieder in der Lage sein würde, mich zu bewegen.
Was mir noch auffiel, war der Lärm. Wobei- er fiel mir nicht auf, er drängte sich eher mit aller Gewalt in den Vordergrund, würde ich sagen. Meine Augen hielt ich geschlossen.
Ich wurde panisch. Wie war ich hierher gelangt? War ich am Leben? Wenn nicht, wieso war ich nicht tot? Oder war ich tot? Fühlte sich der Tod wirklich so an? Mein Kopf brannte. Ich hielt das nicht mehr aus, der Lärm schwoll immer mehr und mehr an, ich fühlte wie etwas an mir vorbei strich, noch etwas, noch etwas. Der Geruch machte mich krank. So kurz nach dem Aufwachen hätte ich alles dafür gegeben, wieder einzuschlafen, nur um dann aufzuwachen und festzustellen dass das alles nur ein Alptraum war, ein riesiger, grausamer Alptraum, mit dem mich mein Unterbewusstsein quälen wollte.
Doch es war kein Traum, das war die Realität. Ich zählte bis 3. Dann riss ich meine Augen auf. Gleißendes Licht, von überall. Das war zu viel. Ich begann zu schreien. Ich schrie alles hinaus. Allmählich gewöhnten sich meine Augen an das Licht, doch wie so oft schon wünschte ich mir, ich würde doch nur die Helligkeit sehen, oder, noch besser, die Augen erst gar nicht geöffnet haben.
Was ich sah, jagte mir den Schrecken meines bisherigen Lebens ein. Alles war weiß, schmutzig- weiß. Ich befand mich in einer Hütte aus seltsamen Holz, das aussah, wie ein einziger, großer Stein. Vielleicht war es Stein? Doch wie..? Das war unmöglich. So große Steine lassen sich nicht zu Hütten behauen. Doch die Wände waren so glatt und hell! Was war das für ein fremdartiges Holz? In diesem Moment jedoch ein eher geringeres Problem. Von der Decke hingen wieder einmal ein paar kleine Sonnen hinab, ihr Licht war es, das mich beim Öffnen meiner Augen so geblendet hatte, es war allerdings härter und kälter als das Licht der großen Sonne, die ihr kennt. Ich lag auf etwas Großem, Weichem. Auch dieses komische Ding war weiß. Durch eine Öffnung in der Wand zu meiner Rechten strömte Tageslicht in die Hütte. Wie dumm, ein Loch in der Wand! Das alles nahm ich nur flüchtig war, denn ich schrie immer noch. Ich hörte ein Piepsen von einem noch nie zuvor gesehenen Apparat, links von mir. Das alles jagte mir höllische Angst ein. Plötzlich kam etwas auf mich zugerannt. Es sah aus wie ein... zwei Meter großer Affe. In weiß. Und ohne Haare. Uns eigentlich gar nicht so unähnlich! Trotzdem schrie ich weiterhin wie am Spieß. Was war das für ein fremdartiges Wesen? Panisch versuchte ich, mich von dem seltsamen Apparat loszumachen, wurde aber zurückgedrückt. Was hatten diese Affen mit mir vor? Plötzlich spürte ich eine fremdartige Müdigkeit, die mich übermannte. Ich schlief sofort ein.
Es dauerte nicht lange, bis ich wieder erwachte. Glaube ich zumindest. Jetzt war ich auf das Bild vorbereitet, dass sich mir bot, jetzt begann ich nicht mehr, laut los zu schreien. Still machte ich mich von den seltsamen Schnüren los, die mich mit diesem, in gleichmäßigen Abständen vor sich hinpiepsenden Apparaten verbunden. Als ich mich losgemacht hatte, piepste er nicht mehr. Komisch.
Erstaunlicherweise hatte sich jedes Taub- und Trägheitsgefühl aus meinem Körper verabschiedet, ich fühlte mich zwar eingerostet, aber im Großen und Ganzen wiederhergestellt. Jetzt fiel mir erst auf, was ich da am Körper trug!
Einen großen, weißen Fetzen. Er fühlte sich äußerst unbequem an und raschelte laut bei jeder Bewegung, die ich tat.
Kurzerhand riss ich es ab. Viel leichter, als ich dachte! Ich fröstelte, durch das Loch in der Wand (hirnrissig! hirnrissig!) strömte kalte, stinkige Luft von draußen hinein. Neugierig ging ich darauf zu. Ich musste mich auf die Zehenspitzen stellen, um hinaussehen zu können. Also lugte ich vorsichtig hinunter, Zentimeter um Zentimeter schob ich mich weiter.
Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Wie gelähmt starrte ich hinunter.
Ja, hinunter! Diese Hütte war unglaublich hoch gebaut, höher noch als das Baumhaus von Milo! Sie war jedoch kein Baumhaus, nein, sie war einfach… riesig! Doch nicht nur das versetzte mich in einen weiteren Schockzustand… nein! Kein einziges Fleckchen Grün! Kein einziges! Alles war aus Stein gehauen. "

Das ließ ich einmal so wirken. Entsetzen spiegelte sich auf allen Gesichtern. Aus Stein? Das war unmöglich! Zufrieden über die erzielte Wirkung meiner Worte fuhr ich fort.

"Unter mir bewegten sich seltsame Geschöpfe, auf jedem von ihnen waren wieder diese seltsamen Sonnen (an dessen Anblick ich mich allmählich gewöhnte). Alle fuhren im haargenau gleichen Tempo, und ich fragte mich, welcher Meister der Dressur es nur fertig brachte, sich so gehorsam und diszipliniert zu verhalten. In gleichmäßigen Abständen ragten Steinhütten, - kann man dazu eigentlich noch Hütten sagen? - in den Himmel empor. Sie sahen alt, grau, kalt und schmutzig aus. Wer lebt freiwillig in solchen trostlosen Steinschlössern? Ich wusste mir, wie schon so oft, keinen Reim darauf zu machen. Diese Steinschlösser waren unglaublich hoch, höher als die meisten Bäume- ich musste mich recken, um ihr Ende erkennen zu können.
Das klingt vielleicht absurd, doch nach einer Weile gewöhnte ich mich an den Anblick dieser trostlosen, stinkenden Welt, die so weit weg von unserem Wald zu liegen schien. Mir taten auch die Affen in weiß leid. Was kann das nur für ein Leben sein, ohne den weichen Urwaldboden unter den Füßen, ohne der feuchten Luft in der Nase und ohne den Baumkronen hoch über den Köpfen?
Und was aßen diese Menschenaffen überhaupt? Hier gab es ja weit und breit nichts Grünes, geschweige denn Essbares!
Kopfschüttelnd begann ich, aus dem Loch zu steigen- denn glücklicherweise zog sich eine lange Stange neben der Steinhüttenwand entlang, die recht stabil aussah (natürlich prüfte ich sie, bevor ich an ihr hinunterkletterte) bis ganz hinunter zur Erde.

Hinuntergeklettert war ich sehr schnell. Von unten sah alles noch einmal ganz anders aus- viel bedrohlicher und größer! Manchmal gingen ein paar Affen mit rosiger Haut und ohne Haare an mir vorbei, doch nun trugen sie keine weißen Säcke mehr um den Körper, nein, in allen möglichen bunten Farben und Variationen! Anfangs jagte mir das Angst ein- wir tragen ja auch alle mehr oder weniger dasselbe, aus Leder oder Pelz- was sonst? Doch die Kleidung war nicht aus Leder oder Pelz oder gar aus Pflanzen gearbeitet, nein, es war etwas Fremdartiges, das sich manchmal eng oder weit, schillernd oder matt, dunkel oder hell, schwarz, rot, grün oder gelb an die Körper dieser seltsamen, rosigen Affen schmiegte. Ganz fasziniert sah ich ihnen hinterher.
Trotzdem, von großer Intelligenz schienen sie nicht zu sein (wie man vielleicht meinen könnte- große Steinwelten bauen sich ja nicht wirklich von selbst).
Wieso? Nun ja, jeder von ihnen trug harte Lappen an den Füßen. Lappen! An den Füßen! Wie schwachsinnig! Doch als ich ein Stück gegangen war, begann ich zu verstehen. Der seltsame Stein war auf die Dauer wirklich hart, ich spürte mit jedem Schritt, wie sich meine Fußsohlen darauf rieben. Langsam begann mein Kopf, schwummerig zu werden. Der Lärm und den Gestank den die seltsamen, kriechenden Geschöpfe mit den Sonnen verursachten, war zwar nicht mehr ganz so irritierend und störend wie anfangs, doch auf die Dauer einfach unerträglich. Hastig strömten immer mehr und mehr Menschenaffen an mir vorbei, als ob sie eine unheimliche Macht vorantreiben würde, als ob sie keine Sekunde verlieren dürften. Ich verstand das nicht. Wieso hatten sie es so eilig?
Wohin gingen sie so zielstrebig? Hatten diese Affen überhaupt ein Ziel? Rannten sie nach Hause? Und wie konnten sie sich hier überhaupt zurechtfinden? Für mich sah wirklich alles, egal wohin ich ging, gleich aus. Steinschloss um Steinschloss um Steinschloss. Dazwischen vorgezeichnete Wege für die Sonnenwesen, vorgezeichnete Wege für die rosigen Affen. Rücksichtslos drängten sich alle vorbei, schneller, schneller, schneller.
Mein Kopf brummte immer lauter. Immer wieder starrten mich die riesigen Affen an. Wahrscheinlich lag es an meinem Aussehen. Und daran, dass ich nichts anhatte (wirklich jeder hielt alles außer sein Gesicht, seine Unterbeine und seine Arme bedeckt. Äußerst heiß und unbequem!). Doch eigentlich unterschied ich mich, rein äußerlich, nur durch meinen etwas spärlicheren Haarwuchs (nun gut, mein Schopf ist kahl, doch ab und zu sah ich auch Affen ohne Kopfhaare.) und meine Körpergröße. Doch auch untereinander schienen sie nicht gerade herzlich miteinander umzugehen. Ich sah keinen einzigen lachenden Affen an diesem Tag. Niemand sprach, jeder schien sich nur für sich zu interessieren. Ich fragte mich, ob es in dieser Welt auch so etwas wie eine Familie gab, oder ob diese Affen einfach eines Tages inmitten all der Steine erscheinen um dann hektisch hin- und herzulaufen. Als ich jedoch ein paar Babyaffen sah, begrub ich diese Theorie. In den Augen der großen Affen (den Eltern, nehme ich mal an) sah ich ab- und zu ein wenig Wärme. Das beruhigte mich- und trotzdem wurde ich langsam unruhig.
Wie sollte ich je wieder aus dieser kalten, hastigen Welt hinausfinden?
Ich irrte umher, bis die Sonne unterging.

Immer weniger Affen waren auf der Straße. Die wenigen, die ich jetzt noch sah, schienen es besonders eilig zu haben.
Ich ging, ging, und ging, fast die ganze Nacht durch. Nach- und nach lichteten sich die Steinschlösser. Die rollenden Sonnenträger wurden seltener, die Luft wurde wärmer und die Umgebung immer grüner und fruchtbarer. Meine Füße wurden schwer, unerträglich schwer. Ich legte mich unter den nächst besten Baum und war auch schon eingeschlafen.
Die nächsten Tage wanderte ich immer weiter Richtung Osten, also der Richtung, aus der ich glaubte, gekommen zu sein. Langsam schwanden die Steinhütten, bis endlich nur noch ein schmaler Weg zu sehen war. Ich hatte es geschafft. Die Steinwelt lag nun hinter mir.

Den Rest möchte ich euch ersparen. Lasst es mich so sagen: nach ein paar Sonnenuntergängen traf ich auf einen Fluss, der mir bekannt vorkam. Ich folgte ihm, und siehe da! Er führte mich in bekannte Gebiete. Heute kam ich hier an und so hat meine Reise, wie viele Sonnenauf- und Untergänge sie auch gedauert hat, wieder genau hier, wo sie auch begann, ihr Ende genommen."

Auf so ein abruptes Ende war keiner gefasst gewesen. Alle rieben sich schlaftrunken die Augen, als wären sie gerade aus einer langen Trance oder einer anspruchsvollen Aufgabe aufgetaucht. Bevor jemand etwas sagen konnte, ergriff ich wieder das Wort:

"Nun gut, danke dass ihr euch meine Geschichte angehört habt. Vielleicht könnt ihr euch ja vorstellen, wie müde ich bin. Ich gehe mich jetzt ausruhen."
Schleppenden Schrittes schlurfte ich zu meiner Hütte. Zum ersten Mal seit geraumer Zeit öffnete ich die Eintrittsluke und warf mein Bündel zu Boden, schleuderte alles was ich am Körper trug von mir. Alles was ich jetzt noch wollte war mich dem Schlaf hingeben, entspannen, zur Ruhe kommen.
Seufzend ließ ich mich in die Schlafecke aus aufgetürmten Blättern fallen.
Ich schloss die Augen und spürte, wie die Müdigkeit mich übermannte. Mein Atem ging jetzt tiefer, meine Brust hob - und senkte sich in einem immer gleichmäßigeren und langsamer werdenden Rhythmus. Jede Spannung war aus meinem Körper gewichen. Ich war eingeschlafen.




Mafalda Rakoš 1HF
3.11.08 18:40


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Studio ^__°

6.11.08 22:48


Gegen Alles, gegen Jeden, ich bin absolut dagegen!

Der Junge mit der Gitarre- Dagegen





hmm, das rockt
vor allem wenn man sich den Text genauer anhört
Ich habe in letzter Zeit so gut wie gar nichts neues geschaffe, eieiei
also gibts eben Musik.. gute!
Hmmm, am 25.11. ist Fotomarathon-Auswertung XDD
ich drück mir mal selbst die Daumen ;D



peace.



9.11.08 18:27


.

Ein hoch auf das Internet, es fördert Kommunikation zwischen
auseinandergelebten Geschwistern.

Wieso, wieso, wieso lebe ich nicht in einem Märchen?
Das stinkt.





11.11.08 19:33


Chaos

blublublublu..
nichts aufregendes, nichts tolles nichts neues
alles gleich gleich gleich
wie immer, immer, immer.

..we listen to it twice
'cause the DJ was asleep..
summsummsumm...
hier bitte..



12.11.08 18:42


Bumm. Bumm. Bumm.

Alles beruhigt sich dadrin >_>
Ob ich das überhaupt will, weiß ich nicht.
Doch wann war ich mir je einer Sache hundertprozentig sicher?
Gibt ja nicht nur schwarz und weiß (hoho)
Das Video hat Style ^_____^



13.11.08 19:52


tocktocktocktocktock

o___o
Ich bin langsam.
Ich bin die zweite Person,
doch das zählt nicht, nicht jetzt
denn die Hauptfigur, ja die Hauptfigur
ist die liebenswürdigste Person, die ich kenne.
Verdient hat sie's ^_______^


15.11.08 16:41


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